A. B. Schadow Heilpraktiker (Psychotherapie) und Psychosozialer Kunsttherapeut Mitglied im VFP
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Der Therapieansatz

Dr. Steiner, Begründer der Anthroposophie   Prof. Dr. Abraham H. Maslow, Begründer der Humanistischen Psychologie   Prof. Dr. Carl R. Rogers, Begründer des personzentrierten Verfahrens

Rudolf Steiner

 

Abraham H. Maslow

 

Carl R. Rogers

Über Jahrhunderte hinweg wurde fortwährend ein negatives Bild des Menschen gezeichnet und man ging wie selbstverständlich davon aus, daß der Mensch sich nur durch strenge Erziehung und Selbstkontrolle zum Guten entwickeln kann.
Der amerikanische Psychologe Abraham H. Maslow, Mitbegründer der humanistischen Psychologie, sah das anders. Er forschte nach den Motiven, die hinter dem menschlichen Handeln stehen, und stellte fest, dass der Mensch hauptsächlich von einigen grundsätzlichen Bedürfnissen angetrieben wird. Diese Bedürfnisse sind in allen Kulturen recht ähnlich: Jeder Mensch braucht Nahrung, er strebt nach Sicherheit, Zuwendung und Achtung. Wenn er das nicht bekommt, wird er aggressiv und neurotisch. 

Fundamental für die Humanistische Psychologie ist ein positives Menschenbild:

  • Die Natur des Menschen ist weder böse noch neutral, sondern grundsätzlich gut.
  • Der Mensch muss sich nicht verändern, um gut zu sein - er muss nur bekommen, was er braucht. 

Die Humanistische Psychologie begreift deshalb den Menschen als kreatives, zur Selbstverwirklichung strebendes Wesen. Therapieziel ist nicht die Anpassung des Klienten an seine Umwelt, sondern die Entfaltung seiner Gestaltungskraft.

Dieses humanistische Menschenbild und die Erkenntnisse der anthroposophischen Heilkunde bilden die Grundlagen meiner psychotherapeutischen und kunsttherapeutischen Arbeit.

Die Humanistische Psychologie versteht sich als dritte Kraft neben der Tiefenpsychologie und dem Behaviorismus (Verhaltenstherapie). 1961 gründeten Psychologen und Psychologinnen sowie Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen unter ihnen Charlotte Bühler, Abraham Maslow, Rollo May, Fritz Perls, Carl R. Rogers, Virginia Satir die AHP, die Association for Humanistic Psychology, die die Vorreiterin dieser Bewegung wurde und deren ordentliches Mitglied ich bin.

Das grundsätzliche Credo der Humanistischen Psychologie besteht in Annahmen und Forderungen wie:

  • Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Teile.
  • Der Mensch lebt in zwischenmenschlichen Beziehungen.
  • Der Mensch lebt bewusst und kann seine Wahrnehmungen schärfen. 
  • Der Mensch kann entscheiden.

Die Humanistische Psychologie konzentriert sich im Gegensatz zur Tiefenpsychologie auf das ‚Wie’ im Gegensatz zum ‚Warum’ als Kernfrage in der Therapie und der Beratung. Dieser, sich an den menschlichen Ressourcen orientierende Ansatz der Humanistischen Psychologie bildet den Ansatz meiner therapeutischen Arbeit.

Die erste ausgearbeitete Humanistische Psychologie geht auf Abraham H. Maslow zurück. Sein Konzept wurde später insbesondere von Carl R. Rogers in seiner personzentrierten Psychotherapie (auch: nichtdirektive Gesprächstherapie) aufgenommen und für den praktischen Bereich weiterentwickelt. Für Rogers besteht die Funktion des Therapeuten darin, „die verschiedenen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu klären und die Angst und die Mutlosigkeit, die das Individuum fühlt, anzuerkennen. Seine Funktion ist es nicht, zu einem bestimmten Ablauf zu drängen oder Ratschläge zu erteilen.”

(Carl Rogers: Die nicht direktive Beratung. München 1972; Original: Counselling and Psychotherapie. Boston, 1942 S. 47f).

Die von Dr. Rudolf Steiner in Zusammenarbeit mit der holländischen Ärztin Dr. Ita Wegmann  etablierte anthroposophische Heilkunde unterscheidet zwischen vier Wirklichkeitsebenen (Wesensglieder), die als physischer-, ätherischer- und astraler Leib sowie als Ich bezeichnet werden.

  • Der physische Leib als der sichtbare Körper,
  • Der Ätherleib als die Summe der den Körper belebenden Lebensprozesse, wie z.B. Atmung und Wachstum,
  • Der Astralleib ermöglicht Empfindungen und Bewusstsein, er vermittelt uns Lust oder Unlust, Freude oder Schmerz, Sympathie und Antipathie,
  • Das Ich, das nur der Mensch besitzt; das höchste der vier Glieder ist das Zentrum der Persönlichkeit.

Diese vier genannten Wesensglieder  stehen nur beim Gesunden in einem ausgewogenen Gleichgewicht. Ziel jeder Therapie ist es, dieses gesunde Verhältnis der Wesensglieder zueinander zu erhalten oder wieder herzustellen.

Zu diesem Zweck versuchen anthroposophische Heilpraktiker, die Ursachen einer Erkrankung möglichst ganzheitlich zu erfassen. Die Therapie wird nicht nur durch die Diagnose bestimmt, sondern auch durch den Krankheitsverlauf, den Lebenslauf, das soziale Umfeld und die Persönlichkeit des Erkrankten.

„Für den, der das Leben des Menschen betrachten will, ist Ehrfurcht vor der menschlichen Natur eine unbedingte Notwendigkeit, weil diese Ehrfurcht einzig und allein geeignet ist, unsere geistigen Augen und unsere geistigen Ohren, unser ganzes geistiges Schauvermögen wachzurufen, das uns eindringen lässt in die eigentliche, tiefere Wesenheit des Menschen.“ 

(Rudolf  Steiner,  Prag,  20.3.1911)

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